Ecuador: Mindo – so lindo („schön“)

Nebelwäldchen und so – da kann man ja nicht nein sagen, wenn man das liest. Von meiner Erfahrung aus Iguazu in Argentinien, stets Wechselklamottten dabeizuhaben, bin ich nicht reicher geworden. Aber wer rechnet denn bei Nebelwäldchen mit viel Wasser?

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Mindo: Nebelwäldchen, Wasserfälle und ein vertrauenserweckendes Verkehrsmittel

Das Dörfchen selbst – Mindo – hat nicht so viel zu bieten. Besonders süß wie angekündigt find ichs jetzt auch nicht. A bissl langweilig. Geht man ein Stückchen was raus, gibts Wald und ein paar recht coole Sachen zu machen. Von Schmetterlingsfarm bis am Drahtseil durch die Lüfte schwingen ist alles dabei. Ich möchte die Wasserfälle angucken und mit einer Drahtseilbahn oder wie man das auch nennen mag, fahren. Dazu gehts erst einmal acht Kilometer bergauf. Man kann auch ein Taxi nehmen, aber irgendwie hab ich Lust, mir ein bisschen meine Beine zu vertreten. Und nach dem Salkantay Trek kam’s mir vor wie ein kurzer Frühlingsspaziergang. Gaaaanz weit oben gings dann mit einer kleinen, offenen Drahtseilbahn über tausend Baumwipfel. Von da aus gelangte ich schließlich zu den „Wasserfällen“.

Mais, Empanadas und Filmmusik

Wer einmal in Iguazu war, der wird den Rest seiner Reise nur enttäuscht (außer man geht vielleicht zum Salto Angel nach Venezuela). Die Wasserfälle in Mindo waren eher bescheiden.

Wasserfall Mindo

Wasserfall Mindo

 

Der größte Wasserfall kam schließlich vom Himmel. Warmer Regen, immerhin. Aber nass, nass, nass. Und zwei Stunden Busfahrt nass = wieder krank. Doch wie bereits gesagt, Ecuadorianer sind ein reizendes Volk! Ich treffe Marco, Sara, Ari und Franciso (gennant Shampoo, woraufhin wir seine Freundin Ari „Spülung“ nennen). Die vier kommen aus Quito und sind ebenfalls in den Regen geraten. Zusammen essen wir Pizza, Mais mit Käse und Knoblauch von Großmutters Straßenstand und dann werde ich in warme Klamotten von Sara gesteckt, zusätzlich in eine Decke gewickelt und ins Auto gepackt. Mit Filmmusik geht’s äußerst amüsante zwei Stunden durch die Bergketten nach Quito, mit kurzen Stop beim chilenischen Empanadastand. Was für ein schöner Tag, der im stundenlangen Salsatanzen mit Rayna und ihren Freunden endet. Früh morgens muss ich aufbrechen. Weit vor der Dunkelheit soll ich nämlich die kolumbianische Grenze überqueren, da Guerrillagebiet nachts nicht so prickelnd ist.

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