Wüstenstadt Yazd: Ein Rundgang in Bildern

Da, wo bei Google Maps der Schriftzug Iran steht, mitten im großen Land, dort liegt Yazd. Eine Kleinstadt mitten in der Wüste mit vielen verwinkelten Gassen und einem tollen Sternenhimmel.

In der ehemaligen Oasenstadt, ursprünglich an einem Binnensee gegründet,  ist Wasser wieder einmal Mangelware. Normalerweise schmücken eine Grünfläche und ein Springbrunnen den Vorplatz des Amir Chaqmaq.

SONY DSC

Amir Chaqmaq

Die Ruhe der Mittagshitze liegt auf der Moschee…

SONY DSC

Moschee in Yazd, Amir Chaqmaq

… der Gebetsraum ist leer

SONY DSC

Gebetsraum einer Moschee in Yazd

Auf der Straße geht das Leben weiter. Zumindest, wenn es nicht Freitag ist. Denn Freitag ist der iranische Sonntag. An diesem Tag sind alle Geschäfte in Yazd geschlossen.

SONY DSC

Obst- und Gemüsestand in Yazd

SONY DSC

An apple a day…

Wir sind zur Zeit des Trauerfestes (Moharram) in Yazd. Dadurch fallen wir mit unseren etwas bunteren Kleidern auf. Die meisten Menschen kleiden sich dem Fest entsprechend schwarz. Aber wahrscheinlich wären wir auch in schwarzen Klamotten aufgefallen 😉

SONY DSC

Fototime im Honigladen

Ein Highlight in Yazd: Die vielen kleinen Gassen, in denen man sich wunderbar verirren, aber auch Schutz vor der stechenden Sonne suchen kann. Zieloses Umherstreunen macht ja so Spaß!

SONY DSC

Die Gassen wurden aufgrund des Trauerfestes mit schwarzen Tüchern verziert.

SONY DSC

Irgendwo in den Gassen von Yazd

SONY DSC

Was erwartet uns wohl hinter der nächsten Ecke?

Man muss ganz schön aufpassen – denn die Iraner lieben es, auf ihren Mottorrädern im Affenzahn durch die Gassen zu wetzen. Ich fahre aber heute mal nicht 😉

dscn5886

Auf unserem Weg fallen uns immer wieder die vielen Türme mit mysteriösen Stäben drin auf. Die herausragenden Stäbe am Turm sind Windfänger. Die Windtürme dienten früher zur Kühlung und Belüftung der Häuser.

SONY DSC

Windturm in Yazd, Iran.

Während Moharram werden in allen Orten im Iran kleine Zelte aufgebaut, in denen es kostenlos Tee und manchmal auch kostenloses Essen gibt. Wie hier auf dem Bazar in Yazd:

SONY DSC

Moharram Stand auf dem Bazar in Yazd

SONY DSC

Cheers!

Aber auch in Moscheen entdeckten wir hin und wieder einen kleinen „Teeraum“.

SONY DSC

Die Teekannen sind verliebt, wie süß!

Nachdem wir uns mit leckerem Schwarztee mit tonnenweise Zucker gestärkt haben, erkunden wir weiter die Altstadt von Yazd.

SONY DSC

Teppiche – leider etwas zu groß für den Rucksack

Wir gehen weiter zur Freitagsmoschee – diese ist übrigens auf auf einer iranischen Banknote abgebildet, und zwar auf dem 200-Rial Schein, der so gut wie gar nichts wert ist.

SONY DSC

Freitagsmoschee in Yazd

SONY DSC

Beeindruckende Mosaikwände der Freitagsmoschee in Yazd

SONY DSC

Wow! Kuppel der Freitagsmoschee

SONY DSC

Und noch einmal vom Hinterausgang der Blick auf die Freitagsmoschee

Vom Hinterausgang verschlägt es einen direkt wieder in die Irrungen und Wirrungen der Wüstenstadt. Zu dem Zeitpunkt ist gerade die Schule zuende und die Schüler laufen eilig nach Hause.

SONY DSC

Iranische Schülerinnen in Schuluniform

SONY DSC

Shabby chic sag ich da nur!

SONY DSC

Mosaik im Miniformat

Gegen Abend werden wir hungrig und begeben uns (nachdem wir wieder zur Haupstraße zurückgefunden hatten) auf die Suche nach veganem Essen. Wir finden schließlich ein kleines Teehaus, das außen mega ranzig aussieht, innen auch, aber leckeres und günstiges Essen hat. Am nächsten Tag gehen wir direkt noch einmal hin und betrinken uns mit alkoholfreiem Pfirsichbier.

SONY DSC

Typisch: Reis, Fleisch, Auberginen

SONY DSC

Alkoholfreies Bier – wir gönnen uns so richtig

Ausversehen lässt Rebecca ihre veganen Infozettel auf Persisch im Teehaus liegen. Als wir schon fast an unserer Unterkunft sind, hören wir hinter uns in der Dunkelheit ein lautes Motorraddröhnen und den Kellner aus dem Teehaus „Hey, Vegana, vegana, vegana!!“. Er hält neben uns und gibt Rebecca ihre Zettel zurück (die wir eigentlich nicht mehr gebraucht hätten). Und sa sagt nochmal einer, er hätte Angst, im Iran ausgeraubt zu werden. Im Gegenteil!

SONY DSC

Unsere Unterkunft

Abends lädt uns ein Hotelmitarbeiter zum Schischarauchen aufs Hoteldach ein. Noch einmal ein bisschen durchatmen, denn schon am nächsten Tag stand unsere knapp 32 stündige Heimreise an.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s